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30 | 07 | 2010
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Weiterbildungsveranstaltung im Sozialhilfe- und Vormundschaftswesen

Mittwoch, 1. und 8. September 2010 Pädagogische Hochschule Zentralschweiz, Goldau

Die Weiterbildung widmet sich den Themen öffentliche Sozialhilfe und Vormundschaft. Verschiedene Module bieten die Möglichkeit, auf spezifische Aspekte wie beispielsweise die Anwendung der SKOS-Richtlinien, Subsidiarität in der Sozialhilfe, Kindes– und Erwachsenenschutzrecht oder Kindeswohl einzugehen. Die Veranstaltung ist für zwei Halbtage konzipiert und richtet sich an Behördenmitglieder, Sozial- und Sachbearbeitende sowie Personen in leitenden Funktionen. Sie regt den Austausch zwischen den verschiedenen Fachpersonen an.

Mittwoch, 1. September:

Modul 1A: Einführung in die öffentliche Sozialhilfe
In diesem Modul werden Grundlagen der öffentlichen Sozialhilfe vermittelt. In einem ersten Teil werden ausgewählte Fakten zur Armut in der Schweiz sowie Armutsdefinitionen präsentiert. Anschliessend erfolgt ein Überblick über das Gesamtsystem der Sozialen Sicherheit in der Schweiz unter besonderer Berücksichtigung der Stellung und Bedeutung der Sozialhilfe. Im dritten Teil wird mit einem Überblick über die SKOS-Richtlinien die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe erläutert. Dieses Modul richtet sich in erster Linie an neu gewählte Mitglieder von Fürsorgebehörden sowie an Personen, die erst seit kürzerer Zeit im Bereich der öffentlichen Sozialhilfe tätig sind.

Georges Köpfli, Dozent Soziale Arbeit, Sozialvorstand, Mitglied Geschäftsleitung SKOS

Modul 1B: Das neue Erwachsenenschutzrecht
Das heutige Vormundschaftsrecht und die entsprechenden Bestimmungen im ZGB wurden in einem mehrjährigen Prozess einer Totalrevision unterzogen. Das von den Eidgenössischen Räten verabschiedete neue Erwachsenenschutzrecht wird voraussichtlich anfangs 2013 in Kraft treten. In diesem Modul vermittelt der Referent einerseits einen umfassenden Überblick über die Hauptziele und die differenzierten Massnahmen im Bereich des
Erwachsenenschutzes, andererseits über neue Aufgaben der Behörden und die zukünftige Behördenorganisation. Bei den Auswirkungen auf die Neuorganisation des Kindes- und Erwachsenenschutzgesetzes wird speziell der aktuelle Gesetzgebungsprozess im Kanton Schwyz beleuchtet.

Urs Vogel, lic.iur. MPA, Sozialarbeiter FH, Fachmann für Vormundschaftsrecht, Institut für angewandt. Sozialrecht, Kulmerau

Modul 1C: Subsidiarität in der Sozialhilfe
Die soziale Versorgung in der Schweiz ist gut ausgebaut. Das soziale Netz ist jedoch unübersichtlich und unkoordiniert eingerichtet. Oft beantragen Personen Sozialhilfe, obwohl Ansprüche bei andern Leistungsträgern geltend gemacht werden könnten. In diesem Modul wird eine Gesamtübersicht über das Subsidiaritätsprinzip und das Zusammenspiel von Sozialversicherungsleistungen und bedarfsabhängigen Leistungen vermittelt. Die Teilnehmenden sollen befähigt
werden, Leistungen subsidiärer Kostenträger zu erkennen und zu beurteilen.

Hans Mangold, Master Management of Social Insurance, Fachmann für Sozialversicherungsrecht, Institut für angewandt. Sozialrecht, San Antonio


Mittwoch, 8. September:

Modul 2A: Die Anwendung der SKOS-Richtlinien
Dieses praxisorientierte Modul ist als Workshop konzipiert. In kleinen Gruppen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Umsetzung und Anwendung der SKOS-Richtlinien anhand von Fallbeispielen aus der Praxis zu erproben. Thematisiert werden unter anderem spezifische Fragen wie Kriterien für die Ausrichtung situationsbedingter Leistungen, die Budgetberechnung bei Konkubinatspaaren sowie die Anwendung der Anreizinstrumente

Georges Köpfli, Dozent Soziale Arbeit, Sozialvorstand, Mitglied der Geschäftsleitung der SKOS

Modul 2B: Kindeswohl und Kindesschutz
Bei vormundschaftlichen Interventionen zum Schutze des Kindes sind vormundschaftliche Organe und Sozialarbeiter/innen oft widersprüchlichen Erwartungen ausgesetzt. Behörden und das Helfernetz sind nicht selten dem Vorwurf ausgesetzt, mit ihrem Handeln dem Kinde mehr zu schaden als zu nützen. In diesem Modul werden aus rechtlicher Sicht die Möglichkeiten und Grenzen des zivilrechtlichen Kindesschutzes thematisiert Es wird der Frage nachgegangen, was unter dem Begriff «Kindeswohl» zu verstehen ist. Ein besonders Augenmerk wird auf verfahrensrechtliche Grundsätze bei der Anordnung von Kindesschutzmassnahmen gerichtet.

Dr. Yolanda Mutter, Juristin im Rechtsdienst des Amtes für Jugend und Berufsberatung, Kanton Zürich

Anmeldeschluss: 9. August 2010

Teilnahmegebühr pro Person: Mitglieder der SKOS: Fr. 230.- / Nur Halbtag: 170.--     Nichtmitglieder: Fr. 280.- / Nur Halbtag: 220.--

Administration:
Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS
Monbijoustrasse 22
Postfach
3000 Bern 14
Fax 031 326 19 10
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Kursort:
Pädagogische Hochschule Zentralschweiz
Zaystrasse 42
6410 Goldau
www.schwyz.phz.ch

Programm und Anmeldung, siehe


ZHAW-Tagung 2010

Call for Abstracts - Tagung des Departements Soziale Arbeit der ZHAW Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften vom 9. und 10. September 2010 in Zürich

Wir laden die verschiedenen Akteurgruppen der Sozialen Arbeit sowie Kolleg/innen aus benachbarten Disziplinen ein, sich am Call for Abstracts zu beteiligen.

Integration durch Informelles Lernen und Talententwicklung in der Sozialen Arbeit? Neue Ansätze, neue Diskussionen, neue Fragen

Der Workshop-Beitrag beinhaltet eine Präsentation eines eigenen Forschungsprojektes, eines eigenen Entwicklungsprojektes oder eines Praxis-Modells. Die Referent/innen sind gebeten, ihr Projekt oder ihr Modell kurz vorzustellen und auf dem Hintergrund des TagungsthemasIntegration durch Informelles Lernen und Talententwicklung in der Sozialen Arbeit zu reflektieren und für die Teilnehmenden zu beleuchten. Für die Präsentation und eine vertiefte Diskussion mit den Workshopteilnehmenden stehen jeweils 75 Minuten zur Verfügung.

Wer zu den dargelegten Themenbereichen oder zu ähnlich gelagerten Fragen einen Workshop-Beitrag leisten möchte, schicke bitte ein Abstract (maximal 2'500 Zeichen) und Kurzangaben zur Person bis zum 10. Januar 2010 an Doris Aebi (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )

Weiterführende Informationen:

 
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