Weiterbildungsveranstaltung im Sozialhilfe- und Vormundschaftswesen
Mittwoch, 1. und 8. September 2010 Pädagogische Hochschule Zentralschweiz, Goldau
Die Weiterbildung widmet sich den Themen öffentliche Sozialhilfe und Vormundschaft. Verschiedene Module bieten die Möglichkeit, auf spezifische Aspekte wie beispielsweise die Anwendung der SKOS-Richtlinien, Subsidiarität in der Sozialhilfe, Kindes– und Erwachsenenschutzrecht oder Kindeswohl einzugehen. Die Veranstaltung ist für zwei Halbtage konzipiert und richtet sich an Behördenmitglieder, Sozial- und Sachbearbeitende sowie Personen in leitenden Funktionen. Sie regt den Austausch zwischen den verschiedenen Fachpersonen an.
Mittwoch, 1. September:
Modul 1A: Einführung in die öffentliche Sozialhilfe In diesem Modul werden Grundlagen der öffentlichen Sozialhilfe vermittelt. In einem ersten Teil werden ausgewählte Fakten zur Armut in der Schweiz sowie Armutsdefinitionen präsentiert. Anschliessend erfolgt ein Überblick über das Gesamtsystem der Sozialen Sicherheit in der Schweiz unter besonderer Berücksichtigung der Stellung und Bedeutung der Sozialhilfe. Im dritten Teil wird mit einem Überblick über die SKOS-Richtlinien die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe erläutert. Dieses Modul richtet sich in erster Linie an neu gewählte Mitglieder von Fürsorgebehörden sowie an Personen, die erst seit kürzerer Zeit im Bereich der öffentlichen Sozialhilfe tätig sind.
Georges Köpfli, Dozent Soziale Arbeit, Sozialvorstand, Mitglied Geschäftsleitung SKOS
Modul 1B: Das neue Erwachsenenschutzrecht Das heutige Vormundschaftsrecht und die entsprechenden Bestimmungen im ZGB wurden in einem mehrjährigen Prozess einer Totalrevision unterzogen. Das von den Eidgenössischen Räten verabschiedete neue Erwachsenenschutzrecht wird voraussichtlich anfangs 2013 in Kraft treten. In diesem Modul vermittelt der Referent einerseits einen umfassenden Überblick über die Hauptziele und die differenzierten Massnahmen im Bereich des Erwachsenenschutzes, andererseits über neue Aufgaben der Behörden und die zukünftige Behördenorganisation. Bei den Auswirkungen auf die Neuorganisation des Kindes- und Erwachsenenschutzgesetzes wird speziell der aktuelle Gesetzgebungsprozess im Kanton Schwyz beleuchtet.
Urs Vogel, lic.iur. MPA, Sozialarbeiter FH, Fachmann für Vormundschaftsrecht, Institut für angewandt. Sozialrecht, Kulmerau
Modul 1C: Subsidiarität in der Sozialhilfe Die soziale Versorgung in der Schweiz ist gut ausgebaut. Das soziale Netz ist jedoch unübersichtlich und unkoordiniert eingerichtet. Oft beantragen Personen Sozialhilfe, obwohl Ansprüche bei andern Leistungsträgern geltend gemacht werden könnten. In diesem Modul wird eine Gesamtübersicht über das Subsidiaritätsprinzip und das Zusammenspiel von Sozialversicherungsleistungen und bedarfsabhängigen Leistungen vermittelt. Die Teilnehmenden sollen befähigt werden, Leistungen subsidiärer Kostenträger zu erkennen und zu beurteilen.
Hans Mangold, Master Management of Social Insurance, Fachmann für Sozialversicherungsrecht, Institut für angewandt. Sozialrecht, San Antonio
Mittwoch, 8. September:
Modul 2A: Die Anwendung der SKOS-Richtlinien Dieses praxisorientierte Modul ist als Workshop konzipiert. In kleinen Gruppen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Umsetzung und Anwendung der SKOS-Richtlinien anhand von Fallbeispielen aus der Praxis zu erproben. Thematisiert werden unter anderem spezifische Fragen wie Kriterien für die Ausrichtung situationsbedingter Leistungen, die Budgetberechnung bei Konkubinatspaaren sowie die Anwendung der Anreizinstrumente
Georges Köpfli, Dozent Soziale Arbeit, Sozialvorstand, Mitglied der Geschäftsleitung der SKOS
Modul 2B: Kindeswohl und Kindesschutz Bei vormundschaftlichen Interventionen zum Schutze des Kindes sind vormundschaftliche Organe und Sozialarbeiter/innen oft widersprüchlichen Erwartungen ausgesetzt. Behörden und das Helfernetz sind nicht selten dem Vorwurf ausgesetzt, mit ihrem Handeln dem Kinde mehr zu schaden als zu nützen. In diesem Modul werden aus rechtlicher Sicht die Möglichkeiten und Grenzen des zivilrechtlichen Kindesschutzes thematisiert Es wird der Frage nachgegangen, was unter dem Begriff «Kindeswohl» zu verstehen ist. Ein besonders Augenmerk wird auf verfahrensrechtliche Grundsätze bei der Anordnung von Kindesschutzmassnahmen gerichtet.
Dr. Yolanda Mutter, Juristin im Rechtsdienst des Amtes für Jugend und Berufsberatung, Kanton Zürich
Anmeldeschluss: 9. August 2010
Teilnahmegebühr pro Person: Mitglieder der SKOS: Fr. 230.- / Nur Halbtag: 170.-- Nichtmitglieder: Fr. 280.- / Nur Halbtag: 220.--
Administration: Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS Monbijoustrasse 22 Postfach 3000 Bern 14 Fax 031 326 19 10 E-Mail:
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Kursort: Pädagogische Hochschule Zentralschweiz Zaystrasse 42 6410 Goldau www.schwyz.phz.ch
Programm und Anmeldung, siehe 
ZHAW-Tagung 2010
Call for Abstracts - Tagung des Departements Soziale Arbeit der ZHAW Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften vom 9. und 10. September 2010 in Zürich
Wir laden die verschiedenen Akteurgruppen der Sozialen Arbeit sowie Kolleg/innen aus benachbarten Disziplinen ein, sich am Call for Abstracts zu beteiligen.
Integration durch Informelles Lernen und Talententwicklung in der Sozialen Arbeit? Neue Ansätze, neue Diskussionen, neue Fragen
Der Workshop-Beitrag beinhaltet eine Präsentation eines eigenen Forschungsprojektes, eines eigenen Entwicklungsprojektes oder eines Praxis-Modells. Die Referent/innen sind gebeten, ihr Projekt oder ihr Modell kurz vorzustellen und auf dem Hintergrund des TagungsthemasIntegration durch Informelles Lernen und Talententwicklung in der Sozialen Arbeit zu reflektieren und für die Teilnehmenden zu beleuchten. Für die Präsentation und eine vertiefte Diskussion mit den Workshopteilnehmenden stehen jeweils 75 Minuten zur Verfügung.
Wer zu den dargelegten Themenbereichen oder zu ähnlich gelagerten Fragen einen Workshop-Beitrag leisten möchte, schicke bitte ein Abstract (maximal 2'500 Zeichen) und Kurzangaben zur Person bis zum 10. Januar 2010 an Doris Aebi (E-Mail:
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